Die katholische Pfarrkirche Unterägeri

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Infolge  der Industrialisierung hatte sich die Bevölkerung von Unterägeri in wenigen Jahren verdoppelt. 1853 beschloss die katholische Kirchgemeinde einen Kirchenneubau. Die Finanzierung schien durch einen Beitrag der Korporation, freiwillige Spenden und die Zusicherung einer hohen Summe durch die beiden Spinnereien, die durch Sonn- und Feiertagsarbeit an 150 Tagen aufgebracht wurde, gesichert. Der reformierte Zürcher Architekt Ferdinand Stadler baute die Kirche, die 1860 eingeweiht wurde. Doch dann brach wegen der Bezahlung der Baukosten zwischen der Kirchgemeinde und der Korporation einerseits und den Fabrikherren anderseits ein Rechtsstreit aus, der sich über Jahre hinzog und zugunsten der Fabrikherren entschieden wurde. 

Literatur:

Josef Grünenfelder, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug. Neue Ausgabe I, das ehemalige Äussere Amt. Basel 1999, S. 326-338.

Eduard Schwerzmann, Der sogenannte Fabrikprozess von Unterägeri. Zürich 1880. Staatsarchiv Zug, E 133. 

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