Die Zisterzienserinnenabtei Frauenthal, Cham

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Am Unterlauf der Lorze wurde die Zisterzienserinnenabtei Frauenthal 1231 gestiftet. Seither wirken an dieser Stätte die Ordensfrauen und führen einen ausgedehnten, immer wieder auf den modernsten Stand des technischen Wissens gebrachten Betrieb. Dank einem von der Lorze abgeleiteten Kanal, Mühle und Sägerei, Reibe und Stampfe, Ziegelhütte und Bäckerei, Sennerei, Rebhaus, Fisch- und Badhaus, Scheune und Ställen war das Kloster über Jahrhunderte hinweg wirtschaftlich autonom. Im Mittelalter galten die Zisterzienser als Meister der Technik, auch der Wasserbautechnik. Mit ihren über ganz Europa verbreiteten Niederlassungen verfügten sie über enorm viel Know How und beeinflussten die Entwicklung der Wirtschaft wie kaum ein anderer Orden. Das 1905 eingerichtete klostereigene Kraftwerk ging 1994 in den Besitz der Wasserwerke Zug WWZ über.

Literatur:

Josef Grünenfelder, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Band II, die ehemaligen Vogteien der Stadt Zug. Bern 2006, S. 187-237

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