Gerber beim Chaibenturm am See in Zug. Aquarell von Christian Bisig.

Gerbereien

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Die Familien Iten betrieben 1656-1874 in Oberägeri auf mehreren Liegenschaften das Gerberhandwerk. Vorerst im Alisacher, östlich des Dorfes, aber auch in Mittenägeri, später in dem 1991 abgebrochenen Haus Gerbe an der Alosenstrasse mitten im Dorf. Hier wurde seit der frühen Neuzeit eine Weissgerberei betrieben. Die Weissgerber nutzten Alaun und andere Salze und stellten feinere Lederwaren her, die in Mittenägeri überlieferten Loh- oder Rotgerber verwendeten Baumrinden und produzierten Leder für Schuhe und Sättel aus Rinderhäuten. Auch in der Stadt Zug, beim Chaibenturm, waren Gerber tätig. 

Literatur:

Rüdiger Rothkegel, Vom Haus Gerbe in Oberägeri, Kanton Zug. Zug 1996.

Beat Aklin und Heinz Horat, Die Geschichte vom Chaibenturm. Zug 1993.

Hermann Steiner, Seltene Berufe und Menschen im Zugerland. Luzern 1984, S. 148-151.

Brigitte Moser, Hausgeschichten. Auf den Spuren des Gewerbes in der Altstadt von Zug. Zug 2017, S. 14: Die Gerberei im Chaibenturm, Fischmarkt 1/5/7.

Kategorie: Gewerbe > Gerber
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