Das Hochmoor Hintergeissboden nach der Torfausbeutung 1918.

Torfabbau auf dem Zugerberg

zurück

Seit dem 19. Jahrhundert wurde im Vorder- und Hintergeissboden auf dem Zugerberg Torf abgebaut. Während des Ersten Weltkriegs taten dies französische Internierte. Die Landis & Gyr kaufte von der Korporation Zug Abbaurechte auf dem Vordergeissboden und transportierte den Torf sehr umständlich - unter anderem mit der Zugerbergbahn - auf das Fabrikareal an der Hofstrasse. Weil die Heizung auf Torf umgestellt wurde, musste 1915 ein Hochkamin erstellt werden. Auch für die während des Zweiten Weltkrieges im Werk Gubelstrasse eingerichtete Torffeuerung wurde 1941 ein 50 Meter hoher Kamin gebaut. Eine mit Eisenbahnwagen befahrbare Torflagerhalle und neue Heizkessel wurden notwendig. In Walchwil war eine Torftransportbahn in Betrieb. Der Torfabbau wurde 1958 eingestellt und 1978 von der Regierung verboten. 1982 wurden die Moore auf dem Zugerberg geschützt.

Literatur:

Heinz Horat, Die Fabrik in der Stadt. Wie die Landis & Gyr Zug verändert hat. Baden 2017, S. 101.

Die Korporation Zug: ein Porträt. Zug 2010, S. 165.

Hermann Steiner, Seltene Berufe und Menschen im Zugerland. Luzern 1984, S. 81-84.

Albert Müller, Walchwil, eine Gemeindegeschichte. Zug 1979, S. 123.

to top