Die obere Papiermühle, Kartonfabrik, in Baar

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Die Baarer Papiermühle bestand als erste im Zugerbiet schon im 16. Jahrhundert und ist erstmals 1647 im Zusammenhang mit einem am Mühlebach zu erstellenden Kupferhammer genannt. Wahrscheinlich befand sich dieser Standort bei der unteren Papiermühle. Seit 1737 gehörte sie der Familie Meienberg. Mit dem Neubau von Wohnhaus und Papierfabrik scheint sie um 1815 an den Oberlauf des Mühlebaches verlegt worden zu sein. Ein Brand zerstörte die Anlage 1862. Die anschliessend errichtete Fabrik spezialisierte sich auf die Herstellung von Karton. Nach dem Tod des letzten "Papierers" Hans Utiger-Schärli 1981 wurden die Gebäude 1986 abgebrochen und durch eine Überbauung ersetzt.

Literatur:

Josef Grünenfelder, Die Kunstdenkmäler des Kantons Zug, Band I, das ehemalige Äussere Amt. Basel 1999, S. 83-84. S. 385 eine weitere Papiermühle in Menzingen.

Rolf Keller, Zug auf druckgraphischen Ansichten. Band 2, Zug-Land. Zug 2005, S. 47.

Hermann Steiner, Seltene Berufe und Menschen im Zugerland. Luzern 1984, S. 104-106.

Anton Weber, Die Papierfabrikation im Kanton Zug. In: Zuger Neujahrsblatt 1898, S. 3-30.

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